Disclaimer
Im Rahmen dieser Arbeit werden lebende Miesmuscheln eingesetzt. Für das Projekt liegt eine offizielle Genehmigung des zuständigen Veterinäramtes Kiel vor. Alle Maßnahmen entsprechen den Vorgaben des deutschen Tierschutzgesetzes und wurden in enger Absprache mit Meeresbiolog:innen des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel fachlich abgestimmt.
Die verwendeten Muscheln stammen aus dem Sportboothafen Düsternbrook der Kieler Förde, in dem der lokale Bestand nicht gefährdet ist. Die Anzahl der Individuen ist auf ein Minimum reduziert (zwei), deren Haltungsbedingungen – insbesondere Fütterung mit einer Algenkonzentration, Sauerstoffzufuhr, PH-Wert, Wasseraustausch durch Förde-Frischwasser und Temperatur – artspezifisch und sorgfältig angepasst und überwacht. Die Dauer des Einsatzes ist auf zwei Wochen begrenzt.
Nach Abschluss werden die Muscheln am ursprünglichen Fundort wieder freigelassen, sodass sie sich erneut in ihrer Muschelbank festsetzen können. Das Projekt folgt damit einem transparenten, verantwortungsbewussten Ethikkonzept, das die Muscheln nicht als bloßes Material ausstellt, sondern sie als lebende Individuen mit spezifischen Bedürfnissen anerkennt und lediglich ihre natürliche Aktivität sichtbar macht.
Die verwendeten Muscheln stammen aus dem Sportboothafen Düsternbrook der Kieler Förde, in dem der lokale Bestand nicht gefährdet ist. Die Anzahl der Individuen ist auf ein Minimum reduziert (zwei), deren Haltungsbedingungen – insbesondere Fütterung mit einer Algenkonzentration, Sauerstoffzufuhr, PH-Wert, Wasseraustausch durch Förde-Frischwasser und Temperatur – artspezifisch und sorgfältig angepasst und überwacht. Die Dauer des Einsatzes ist auf zwei Wochen begrenzt.
Nach Abschluss werden die Muscheln am ursprünglichen Fundort wieder freigelassen, sodass sie sich erneut in ihrer Muschelbank festsetzen können. Das Projekt folgt damit einem transparenten, verantwortungsbewussten Ethikkonzept, das die Muscheln nicht als bloßes Material ausstellt, sondern sie als lebende Individuen mit spezifischen Bedürfnissen anerkennt und lediglich ihre natürliche Aktivität sichtbar macht.
Der Herzschlag von Miesmuscheln steht im Mittelpunkt einer narrativen multimedialen Raumerfahrung. Ihre damit sichtbare und spürbare Lebensaktivität stellt unser Verältnis zu nicht-menschlichen, fremdartigen Lebensformen in Frage. Die interaktive Projektion schafft eine berührbare Schnittstelle zwischen dem ungestörten Organismus und dem Menschen, der direkte Konsequenzen seines Handelns erfährt und über die Bedürfnisse von Muscheln und ihre Rolle im Ökosystem informiert wird.
Die Inszenierung ist eine Einladung zur achtsamen Begegnung mit der unterschätzen Lebensform auf Augenhöhe, indem ein Tier, das meist als Nahrung oder „Ding“ wahrgenommen wird, als lebendiges Individuum auftritt. Die „Fremden“ werden zum Gegenüber, deren fragiler Herzschlag etwas über Verletzlichkeit, Anpassung und die geteilte Abhängigkeit von Wasser, Sauerstoff und Zeit erzählt.
In Kooperation mit dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel: Dr. Mark Lenz, Dr. Jahangir Vajedsamiei. Zugrunde liegende CT-Scans von Organen: Universität Gent – Dr. Annelies M Declercq, Dr. Mieke Eggermont, Dr. Pieter Cornillie
Ambient-Musik: Sebastian Langer
Masterarbeit WiSe 25/26
Betreut von: Prof. Tom Duscher, Prof.in Dr. habil. Christiane Kruse
Masterarbeit WiSe 25/26
Betreut von: Prof. Tom Duscher, Prof.in Dr. habil. Christiane Kruse