Der Herzschlag von Miesmuscheln steht im Mittelpunkt einer narrativen multimedialen Raumerfahrung. Ihre damit sichtbare und spürbare Lebensaktivität stellt unser Verhältnis zu nicht-menschlichen, fremdartigen Lebensformen in Frage. Die interaktive Projektion schafft eine berührbare Schnittstelle zwischen dem ungestörten Organismus und dem Menschen, der direkte Konsequenzen seines Handelns erfährt und über die Bedürfnisse von Muscheln und ihre Rolle im Ökosystem informiert wird.
Die Inszenierung ist eine Einladung zur achtsamen Begegnung mit der unterschätzen Lebensform auf Augenhöhe, indem ein Tier, das meist als Nahrung oder „Ding“ wahrgenommen wird, als lebendiges Individuum auftritt. Die „Fremden“ werden zum Gegenüber, deren fragiler Herzschlag über Verletzlichkeit, Anpassung und die geteilte Abhängigkeit von Wasser, Sauerstoff und Zeit erzählt.
In Kooperation mit dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel: Dr. Mark Lenz, Dr. Jahangir Vajedsamiei. Zugrunde liegende CT-Scans von Organen: Universität Gent – Dr. Annelies M Declercq, Dr. Mieke Eggermont, Dr. Pieter Cornillie
Ambient-Musik: Sebastian Langer
Point Relax Tool (TouchDesigner): Josef Pelz
Ambient-Musik: Sebastian Langer
Point Relax Tool (TouchDesigner): Josef Pelz
Masterarbeit WiSe 25/26
Betreut von: Prof. Tom Duscher, Prof.in Dr. habil. Christiane Kruse
14.03.–11.04.2026 "making the invisible visible", im Sp_ce, Kiel
Betreut von: Prof. Tom Duscher, Prof.in Dr. habil. Christiane Kruse
14.03.–11.04.2026 "making the invisible visible", im Sp_ce, Kiel
Disclaimer
Im Rahmen dieser Arbeit wurden lebende Miesmuscheln eingesetzt. Für das Projekt liegt eine offizielle Genehmigung des zuständigen Veterinäramtes Kiel vor. Alle Maßnahmen entsprechen den Vorgaben des deutschen Tierschutzgesetzes und wurden in enger Absprache mit Meeresbiolog:innen des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel fachlich abgestimmt.
Die Muscheln stammten aus dem Sportboothafen Düsternbrook der Kieler Förde, in dem der lokale Bestand nicht gefährdet ist. Die Anzahl der Individuen war auf ein Minimum reduziert (drei), deren Haltungsbedingungen – insbesondere Fütterung mit einer Algenkonzentration (Nannochloropsis), Sauerstoffzufuhr, PH-Wert und täglicher Wasseraustausch durch Förde-Frischwasser – artspezifisch und sorgfältig angepasst und überwacht wurden. Die Dauer des Einsatzes war auf drei Wochen begrenzt.
Nach Abschluss wurden die Muscheln am ursprünglichen Fundort wieder freigelassen, sodass sie sich erneut in ihrer Muschelbank festsetzen konnten. Das Projekt folgt damit einem transparenten, verantwortungsbewussten Ethikkonzept, das die Muscheln nicht als bloßes Material ausstellte, sondern sie als lebende Individuen mit spezifischen Bedürfnissen anerkennt und lediglich ihre natürliche Aktivität temporär sichtbar machte, was in der Natur oder in einem konventionellen Aquarium unmöglich wäre.
Im Rahmen dieser Arbeit wurden lebende Miesmuscheln eingesetzt. Für das Projekt liegt eine offizielle Genehmigung des zuständigen Veterinäramtes Kiel vor. Alle Maßnahmen entsprechen den Vorgaben des deutschen Tierschutzgesetzes und wurden in enger Absprache mit Meeresbiolog:innen des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel fachlich abgestimmt.
Die Muscheln stammten aus dem Sportboothafen Düsternbrook der Kieler Förde, in dem der lokale Bestand nicht gefährdet ist. Die Anzahl der Individuen war auf ein Minimum reduziert (drei), deren Haltungsbedingungen – insbesondere Fütterung mit einer Algenkonzentration (Nannochloropsis), Sauerstoffzufuhr, PH-Wert und täglicher Wasseraustausch durch Förde-Frischwasser – artspezifisch und sorgfältig angepasst und überwacht wurden. Die Dauer des Einsatzes war auf drei Wochen begrenzt.
Nach Abschluss wurden die Muscheln am ursprünglichen Fundort wieder freigelassen, sodass sie sich erneut in ihrer Muschelbank festsetzen konnten. Das Projekt folgt damit einem transparenten, verantwortungsbewussten Ethikkonzept, das die Muscheln nicht als bloßes Material ausstellte, sondern sie als lebende Individuen mit spezifischen Bedürfnissen anerkennt und lediglich ihre natürliche Aktivität temporär sichtbar machte, was in der Natur oder in einem konventionellen Aquarium unmöglich wäre.
Am 30.03.2026 endete der Versuchsaufbau mit lebenden Muscheln, indem alle Individuen nach Akklimatisierung im Hafen Düsternbrook an der selben Muschelbank wieder frei gelassen wurden, aus der sie entnommen wurden, sodass sie sich dort erneut durch ihre Byssusfäden festsetzen können.
Tools
- TouchDesigner
- Arduino
- Blender
- Fotogrammetrie
- Field-Recordings mit Hydrophonen
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